Putbusser Geschichtsbuch
Stadtportrait

Putbus - Kulturhauptstadt der Insel

Putbus ist die jüngste Residenzstadt, aber der älteste Badeort auf Rügen.
Die Stadt wurde 1810 von Fürst Wilhelm Malte zu Putbus mit italienischem Flair gegründet, der seinen Heimatort im klassizistischen Stil so ausbauen ließ, dass das Stadtensemble zu Schloss und Park passte. Von den weiß gestrichenen Häusern der Stadt leitet sich der Name „Weiße Stadt“ her.
Putbus wird aber auch Rosenstadt genannt, aufgrund der Rosenstöcke vor den einzelnen Gebäuden. Seinerzeit von Fürst Malte verordnet, achten heute Stadtväter und der Denkmalschutz gemeinsam darauf, den Charakter des klassizistischen Stadtkerns mit seinen strahlend weißen Häusern und den repräsentativen Rosenstöcken davor zu erhalten.
Der Name Putbus kommt aus dem slawischen „pod boz“ und bedeutet unter oder hinter dem Busch.
1816 wurde in Putbus das erste Seebad Rügens eröffnet. Aufgrund des großen Zuspruchs ließ Fürst Wilhelm Malte im nahen Ortsteil Lauterbach bis 1818 das eindrucksvolle „Friedrich-Wilhelmsbad“, heute „Haus Goor“, ebenfalls im klassizistischen Stil erbauen. Das ursprüngliche barocke Schlossgebäude, das um 1830 nach Entwürfen von Johann G. Steinmeyer im klassizistischen Stil umgebaut wurde, ist in den 60er Jahren dieses Jahrhunderts leider abgerissen worden.
Noch heute erinnern eindrucksvolle Bauten wie Marstall, Pergola, Orangerie und das Standbild des Fürsten WilhelmMalte im Park zu Putbus an den Ursprung der Stadt.

Bereits durch den Ortsgründer ist das künstlerische und kulturelle Leben in den Ort eingezogen. Auch heute gilt Putbus noch als Kulturhauptstadt der Insel Rügen.
Maßgeblich unterstützt wird dieser Fakt durch das Ausstellungszentrum, die Orangerie. Sie liegt am nördlichen Rand des Landschaftsparks und beherbergt neben wechselnden Ausstellungen auch das Putbusser Standesamt und die Putbus-Information.




 

Einer der Anziehungspunkte der Stadt Putbus ist der 75 ha große Landschaftspark mit seinem ca. 7,5 ha großen Tiergehege, den historischen Gebäuden und dendrologischen Seltenheiten und Kostbarkeiten. Der Park wird sowohl von den Einwohnern als auch von den Gästen der Stadt Putbus sehr gern für einen Spaziergang angenommen. Besondere Anziehungspunkte sind das Tiergehege mit Rot- und Damwild, der Schwanenteich und die sanierten historischen Gebäude und Anlagen, wie der Marstall, die Kirche und die Schlossterrassen. Der sanierte Marstall, 1824 als Reit- und Pferdestall errichtet, wird heute für kulturelle Zwecke genutzt




 

Zu Putbus gehören 30 Ortsteile, viele von ihnen liegen direkt am Greifswalder Bodden. Ein Ortsteil ist die Insel Vilm. Diese liegt unweit des Lauterbacher Hafens und besitzt einen einzigartigen alten Baumbestand. Auf der Insel ist die Internationale Naturschutzakademie ansässig.
In Putbus sind verschiedene Bildungsstandorte vorhanden, die Grundschuleund und die Schule für mehrfachbehinderte Gehörlose.